Frauenquote und Entgeltgleichheitsgesetz JETZT!

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Zur Ablehnung der gesetzlichen Frauenquote im Bundestag

Eine Frauenquote bei der Besetzung von Aufsichtsgremien in Unternehmen hat mittlerweile eine Reihe von Staaten in Europa eingeführt, unter anderem Norwegen, Belgien und Spanien. In Deutschland steht die schwarz-gelbe Koalition auf der Bremse. Aus Angst, dass 21 Abweichlerinnen aus den eigenen Reihen dem Gesetzentwurf von SPD und Grünen zustimmen, hat die CDU an am 15. April einen halbherzigen Beschluss zur Quote gefasst: Nun soll im Wahlprogramm von CDU/CSU eine Frauenquote von 30 Prozent von 2020 an stehen. Ein Gesetzentwurf des Bundesrates zur Förderung gleichberechtigter Teilhabe von Frauen und Männern in Führungsgremien  wurde am vergangenen Donnerstag im Bundestag mit den Stimmen der schwarz-gelben Regierungskoalition abgelehnt. Dazu erklärt der vogtländische Bundestagskandidat der SPD, Benjamin Zabel:

„Die Regierung hat die Chance vertan, dem Kampf der Geschlechter in den Chefetagen ein Ende zu setzen. Allein in diesem Jahr werden in den DAX-30-Unternehmen etwa 80 Aufsichtsratsposten neu besetzt. Frauen werden hierbei bei gleicher und besserer Qualifikation nach wie vor benachteiligt. Nur mit gesetzlichen Vorgaben wird sich hier etwas ändern. Es muss eine 40-Prozent-Geschlechterquote für Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter und mitbestimmter Unternehmen verbindlich festgelegt werden, weil eine ausgewogenere Führungsstruktur die Unternehmenskultur auf allen Ebenen verbessern kann.

Dass sich der vogtländische CDU-Bundestagsabgeordnete Robert Hochbaum diesem Problem nicht stellen will, zeigt sein Abstimmungsverhalten im Bundestag. Er hat gegen den Gesetzentwurf votiert. Genauso wie er gegen ein Entgeltgleichheitsgesetz ist.

Für viele Frauen im Vogtland besteht nach wie vor eine massive Benachteiligung in der Entlohnung. Arbeitnehmerinnen verdienen hier bei gleicher Beschäftigung bis zu 15 Prozent weniger als Männer. Die Konzeptionslosigkeit von Schwarzgelb bei der Gleichstellung verursacht mittelfristig einen starken Anstieg der Altersarmut von Frauen. Diese Entwicklung ist für mich nicht länger hinnehmbar. Wir brauchen daher schnellstens ein Entgeltgleichheitsgesetz, dass bei gleicher Beschäftigung auch gleichen Lohn garantiert.“

 
 

Kommentare

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Frauenquote bringt keine Besserung

Das Verharren auf einer Frauenquote klingt für mich eher nach Wahlkampfpropaganda... Die Politik sollte nicht noch mehr in die Wirthschaft eingreifen. Besagte Quote garantiert keineswegs die Bestmögliche Besetzung in der Führungsebene. Es ist eher zu befürchten, dass stellen gezwungener maßen von weniger qualifizierten besetzt werden müssen um der Politik nachkommen zu können.OK, ich als Gegner kann nun als Frauenfeindlich beschimpft werden...da die größten Gegner innerhalb der Politik auch Frauen sind währe solch eine behauptung recht haltlos. Ich stimme jedoch zu, dass für gleiche Arbeit grundsätzlich gleicher Lohn gezahlt werden müsste. Leider kann ich in dieser Ansage keinen Zusammenhang zur Frauenquote sehen.

Autor: Kevin, Datum: 20.04.2013, 15:19 Uhr


 

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