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Wie wähle ich?

Wann bin ich wahlberechtigt?

Sie dürfen wählen, wenn

  •  sie 18 Jahre alt sind,
  •  sie die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen,
  •  sie mindestens seit drei Monaten in Deutschland wohnen,
  •  ihnen nicht das Wahlrecht per richterlichem Beschluss entzogen wurde.

Wie viele Stimmen darf ich abgeben?

Bei der Bundestagswahl haben Sie zwei Stimmen: Die Erststimme gilt einem/einer DirektkandidatIn des Wahlkreises, der/die sich dort für ein Direktmandat im Bundestag bewirbt.
Die Zweitstimme gilt der Listenverbindung einer Partei und ist ausschlaggebend für die Verteilung der weiteren Sitze im Bundestag.

Was ist meine „Erststimme“?

Die Erststimme bekommt ein/e KandidatIn aus dem eigenen Wahlkreis. Die KandidatInnen, die für ein Direktmandat kandidieren, müssen keiner Partei angehören. Der/die KandidatIn, der/die in seinem Wahlkreis die Mehrheit der Erststimmen auf sich vereinigen kann, ist direkt in den Bundestag gewählt. Die Erststimme für die Wahl eines Wahlkreisabgeordneten wird auf der linken, schwarzgedruckten Hälfte des Stimmzettels abgegeben. Also hier Ihre/n SPD-KandidatIn ankreuzen, damit Ihr/e KandidatIn in den Bundestag kommt.
Die Bundesrepublik Deutschland ist für die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag in 299 Wahlkreise aufgeteilt. Somit werden 299 Abgeordnete per Direktwahl über die Erststimme gewählt. Sie erringen ein sogenanntes Direktmandat.

Was ist meine „Zweitstimme“?

Die Zweitstimme ist ausschlaggebend für das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag. Sie entscheidet darüber, wie stark eine Partei im Parlament vertreten ist. Die Zweitstimme für die
Wahl einer Partei wird auf der rechten, blaugedruckten Hälfte des Stimmzettels abgegeben. Wer will, dass die SPD regiert setzt sein Kreuz bei der SPD.

Was ist die Benachrichtigung zur Wahl?

Auf der Grundlage des Wählerverzeichnisses werden an alle Wahlberechtigten Wahlbenachrichtigungen verschickt, auf denen der Wahlkreis, der Wahltermin, die Adresse und die Öffnungszeiten des Wahllokals vermerkt sind. Mit dieser Benachrichtigung erhalten Sie im Wahllokal den Stimmzettel.

Ich habe keine Wahlbenachrichtigung bekommen, was nun?

Wenn Sie bis zum 01. September 2013 keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, gehen Sie zu Ihrem Wahlamt (z.B. Rathaus) und fordern Ihren Wahlbenachrichtigungsschein ein. Wenn Sie noch nicht ins Wählerverzeichnis eingetragen sind, können Sie das ebenfalls in Ihrem Wahlamt erledigen. In Ihrem Rathaus kann man Ihnen sagen, wie und wann Sie das Wahlamt erreichen.

Wie kann ich am Wahltag (22. September 2013 - Sonntag) wählen?

Am Wahltag wählt man in den Wahllokalen, die von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet sind.
Auf der Vorderseite Ihrer Wahlbenachrichtigung steht:

  • das Wahllokal, also wo Sie wählen,
  • der Wahltag, also wann Sie wählen.

Nehmen Sie die Wahlbenachrichtigung und Ihren Personalausweis oder Reisepass am Wahltag mit ins Wahllokal. Beides zeigen Sie im Wahllokal den WahlhelferInnen. Sie bekommen dann den Stimmzettel. Dann gehen Sie mit dem Stimmzettel in eine Wahlkabine. Sie sollten Ihre Stimme abgeben, ohne dass jemand anderes Ihnen dabei zusehen kann.

Was passiert, wenn ich meine Wahlbenachrichtigung verloren habe?

Kein Problem. Wenn Sie Ihre Wahlbenachrichtigung verloren haben oder sie am Wahltag nicht auffindbar ist, können Sie am Wahltag unter Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses in Ihrem Wahllokal wählen.


Wie wähle ich?

Auf jeder Hälfte des Stimmzettels jeweils nur einen Kreis ankreuzen. Dann falten Sie Ihren Stimmzettel zusammen und stecken ihn in die Wahlurne.

Wann ist meine Stimme ungültig?

Sie dürfen auf der rechten und der linken Seite des Stimmzettels jeweils nur ein Kreuz machen, sonst ist Ihre Stimme ungültig. Ebenfalls dürfen Sie nichts auf den Stimmzettel schreiben und die Erst- oder Zweitstimmenseite nicht durchstreichen, sonst wird der Stimmzettel als ungültig gewertet.

 

Briefwahl- wie geht das?

Wer kann per Briefwahl wählen?

Wenn Sie als Wähler bzw. Wählerin registriert sind, schickt Ihnen Ihre Gemeinde die Wahlunterlagen zu. Das geschieht in den Monaten Juli und August. Mit diesen Wahlunterlagen können Sie die Briefwahl beantragen.

Das ist ganz einfach: Melden Sie sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung für die Briefwahl an. Ein wichtiger Grund für die Abwesenheit am Wahltag braucht nicht angegeben zu werden.

Dann schicken Sie das Formular zurück an Ihre Gemeinde. Wenige Tage später liegen Ihre Briefwahlunterlagen im Briefkasten.

Auch wenn Sie nicht im Wählerverzeichnis registriert sein sollten, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Antrag stellen und Ihre Stimme durch Briefwahl abgeben.

Nähere Infos hierzu erhalten Sie unter www.bundeswahlleiter.de - Stichwort: Wahlschein.

Wann und wo wird der Antrag auf Briefwahl gestellt?

Wahlberechtigte, die per Briefwahl wählen wollen, sollten den Antrag auf Wahlschein und Briefwahlunterlagen so früh wie möglich bei der Gemeinde ihres Hauptwohnortes stellen. Sie müssen hierzu nicht den Erhalt der Wahlbenachrichtigung abwarten.

Briefwahlunterlagen können bis zum Freitag vor der Wahl bis 18.00 Uhr beantragt werden.

In bestimmten Ausnahmefällen können Wahlschein und Briefwahlunterlagen auch noch bis zum Wahltag bis 15.00 Uhr beantragt werden, insbesondere wenn bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung der Wahlraum nicht oder nur unter nicht zumutbaren Schwierigkeiten aufgesucht werden kann.

Welche Unterlagen sind für die Briefwahl erforderlich?

  • Briefwähler und Briefwählerinnen erhalten auf Antrag folgende Unterlagen ausgehändigt bzw. übersandt:einen Wahlschein;
  • einen amtlichen Stimmzettel;einen amtlichen Stimmzettelumschlag (blau);
  • einen amtlichen Wahlbriefumschlag (rot), auf dem die vollständige Anschrift angegeben ist, an die der Wahlbrief übersandt werden muss, außerdem die Bezeichnung der Ausgabestelle der Gemeinde und Wahlscheinnummer oder Wahlbezirk;
  • ein ausführliches Merkblatt für die Briefwahl, das alle wichtigen Hinweise enthält und die Briefwahl durch anschauliche Bilder erläutert.

Wer die Angaben des Merkblattes genau beachtet, kann sicher sein, dass kein Zurückweisungsgrund für den Wahlbrief entsteht.

Wie wird per Brief gewählt?

So funktioniert die Briefwahl:

  • Stimmzettel persönlich ankreuzen (bei der Bundestagswahl: zwei Stimmen - Erststimme für den Direktkandidaten bzw. die Direktkandidatin im Wahlkreis in der linken Spalte, Zweitstimme für das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag in der rechten Spalte);
  • Stimmzettel in den blauen Stimmzettelumschlag legen und zukleben;"Versicherung an Eides statt zur Briefwahl" auf dem Wahlschein mit Ort, Datum und Unterschrift versehen;
  • Wahlschein zusammen mit dem blauen Stimmzettelumschlag in den roten Wahlbriefumschlag stecken;
  • Roten Wahlbriefumschlag zukleben, unfrankiert (außerhalb der Bundesrepublik Deutschland: frankiert) in die Post geben oder bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle direkt abgeben.

Genaue Hinweise zur Briefwahl mit anschaulichen Bildern finden sich auf dem Merkblatt zur Briefwahl, das jede/r Briefwähler/in mit den Briefwahlunterlagen erhält.

Wann müssen Wahlbriefe abgesandt werden?

Briefwähler und Briefwählerinnen müssen den Wahlbrief unbedingt rechtzeitig mit der Post absenden. Der Wahlbrief muss bei der zuständigen Stelle spätestens am Wahlsonntag bis 18.00 Uhr vorliegen, da um 18.00 Uhr die Wahl endet und mit der Auszählung der Stimmen begonnen wird. Später eingegangene Wahlbriefe werden bei der Stimmenauszählung nicht mehr berücksichtigt.

Bei Übersendung per Post sollte der Wahlbrief in Deutschland spätestens am dritten Werktag vor der Wahl abgesandt werden, um den rechtzeitigen Eingang sicherzustellen.

Können die Wahlbriefe auch im Wahllokal abgegeben werden?

Ja, die Wahlunterlagen können auch direkt bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle abgeben werden. Der Wahlbrief muss bei der zuständigen Stelle spätestens am Wahlsonntag bis 18.00 Uhr vorliegen

 

 
 

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